Hier finden Sie uns:

Baumschule Mayer GbR

Mühläcker 12

97990 Weikersheim-

Elpersheim

Tel.: +49 7934 991100

 

info@baumschule-mayer.de

Sie sind Besucher

seit dem 2. März 2005

Öffnungszeiten

1. März bis 31. Mai und 15. Sept. bis 30. Nov. (Hauptpflanzzeiten)

Montag-Freitag 9-12 Uhr und 13-18 Uhr

(ab Nov. bis Einbruch der Dunkelheit)

Samstag .......8.30-14 Uhr

1. Juni bis 15. September

wie oben, jedoch

Mittwoch .........9-12 Uhr

Samstag ..........9-12 Uhr

1. Dezember bis 1. März

Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 9-11 Uhr und 15-17 Uhr

Mittwoch .........9-11 Uhr

Samstag ..........9-12 Uhr

 

Bei Dauerfrost (Boden gefroren) bleibt der Verkauf geschlossen.

 

Betriebsferien: Weihnachten bis Dreikönig,  2. Augusthälfte

Apfel (Malus domestica)

Apfel 'Topaz' (R)

Unsere Kulturformen des Apfels stammen von mittelasiatischen Wildarten ab. Schon seit der Römerzeit wird der Apfel bei uns kultiviert. Wegen seiner vielseitigen Verwendbarkeit (Frischverzehr, Gelee, Kompott, Kuchen, Saft), des gesundheitlichen Wertes (Vitamin C, Pektin), der guten Lagerfähigkeit vieler Sorten und der relativ breiten Anpassung an den Standort ist er heute die wichtigste Obstart unserer Klimazone. Wichtig sind spätfrostgeschützte Lagen und Niederschlagsmengen über 500-600 mm. Die Bodenansprüche sind nicht besonders hoch, tiefgründige, lehmige und durchlässige Böden sind jedoch vorteilhaft. Kalte und nasse Standorte führen zu schlechter Baum- und Fruchtentwicklung und vermehrtem Krankheitsbefall. Eine zurückhaltende Düngung beugt Qualitätsmängeln der Frucht vor.

Durch eine Reihe von Veredlungsunterlagen kann die Wuchsstärke der Edelsorten beeinflußt werden. Für unsere Halb- und Hochstämme verwenden wir die Sämlingsunterlage (Bittenfelder Sämling). Die schwachwachsende Unterlage der Buschbäume (M 9 und Pi 80) beeinflußt Ertrag und Fruchtqualität positiv, stellt aber an den Boden hohe Ansprüche und benötigt zeitlebens einen Pfahl.

Die meisten Apfelsorten benötigen zur Befruchtung fremde Pollenspender in den näheren Umgebung, deren Blütezeit mit den zu befruchtenden Sorten übereinstimmen muß.

 

Wir führen die nachfolgend beschriebenen Sorten. Die Buchstaben hinter der Sortenbezeichnung geben an, welche Baumformen von der jeweiligen Sorte gezogen werden. (H = Hochstamm, h = Halbstamm, B = Busch):

 

‘Alkmene’                  H, h, B

Kreuzung ‘Oldenburg’ x ‘Cox Orange’, Müncheberg, Mark, um 1930. Wuchs schwach bis mittelstark. Frucht klein bis mittelgroß, grünlich-gelb, sonnenseits gestreift bis flächig rot. Fleisch gelblich, knackend, süß-säuerlich, hoch aromatisch. Ernte Anfang-Mitte September, Genußreife September-Oktober. Ertrag früh, mittelhoch, regelmäßig.

Sehr guter, wenig schorf- und kaum mehltauanfälliger Herbst-Tafelapfel, vor allem für Frischverzehr, häuslich für Mus, blütenfrostgefährdet.

 

‘Berlepsch’                H, h, B

Kreuzung ‘Ananasrenette’ x ‘Ribston Pepping’, gezüchtet von D. Uhlhorn, Grevenbroich, um 1880. Wuchs mittel bis stark, aufrecht. Frucht klein bis mittelgroß, grünlichgelb, braunrot gestreift und marmoriert, Fleisch weiß, fest, saftig, weinsäuerlich, hocharomatisch, hoher Vitamin-C-Gehalt. Ernte Anfang Oktober, Genußreife November-März. Ertrag mittelhoch, wechselnd.

Trotz neuer Sorten nach wie vor Spitzen-Wintertafelapfel für gute Lagen, blütenfrostempfindlich, bis auf Krebs wenig anfällig, geeignet für Frischverzehr, Mus und Saft.

 

‘Berner Rosenapfel’              H, h

Zufallssämling, Schweiz, von F. Baumann im Wald gefunden, erste Früchte 1888. Wuchs mittelstark, später schwach. Frucht mittelgroß, gelbgrün mit karminroter Deckfarbe, hell lilabläulich bereift und mit weißen, vertieften Lentizellen. Fleisch grünlich- bis gelblichweiß, in Schalennähe oft rötlich, sehr saftig, süßlich, mit erfrischender Säure, schwach aromatisch. Ernte Ende September-Anfang Oktober, Genußreife November bis Januar. Ertrag früh und hoch, regelmäßig.

Tafel- und Wirtschaftsapfel für Frischverzehr und häusliche Verarbeitung, wenig emfindlich gegen Holz- und Blütenfrost, daher besonders für mittlere und höhere Lagen.

 

‘Bittenfelder’                        H, h

Zufallssämling aus Waiblingen, Baden-Württemberg. Wuchs anfangs schwach, später stärker und andere Sorten überholend, zuletzt großkronig, breit ausladend. Frucht klein bis mittelgroß, rundlich, hellgelb, fest hängend. Fleisch weiß, fest, saftig, hoher Zucker- und Säuregehalt. Ernte spät, erst Ende Oktober-November, bis März lagerfähig. Ertrag spät einsetzend, dann aber hoch, periodisch.

Wegen der günstigen Fruchteigenschaften eine der besten Sorten für Gär- und Süßmost, bildet robuste langlebige Bäume, unempfindlich gegen Krankheiten und Frost, wegen der späten Reife aber nicht für rauhe Lagen.

 

‘Bohnapfel’ (‘Rheinischer Bohnapfel’)            H, h

Mittelrhein, um 1880. Wuchs mittelstark, aufrecht, große Krone. Frucht klein bis mittelgroß, hochgebaut, grün bis grüngelb, blaurot marmoriert bis gestreift., z. T. netzartig berostet, Fleisch grünlich bis hell gelblich, fest, mäßig saftig, später mürber, säuerlich, wenig Aroma. Ernte Ende Oktober-Anfang November, Verwertung ab November, genußreif April-Juni. Ertrag spät einsetzend, alternierend, im Vollertrag hoch.

Robuster Most-, Koch- und Verwertungsapfel, vor allem für rauhe Lagen, als lang lagerfähige Dauersorte ab April auch zum Frischverzehr.

 

‘Boskoop’ (‘Roter Boskoop’)              H, h, B

Mutation von ‘Montfort oder Sämling, Holland, um 1860. Wuchs stark bis sehr stark, breit.. Frucht groß bis sehr groß, bauchig und abgeflacht, sonnenseits verwaschen bis dunkelrot, schuppig und netzartig berostet. Fleisch gelbweiß, fest, erfrischend süßsäuerlich. Ernte ab Mitte Oktober, Genußreife Dezember-April. Ertrag nur auf M 9 früh und fast regelmäßig, ansonsten spät einsetzend, dann hoch, alternierend.

Bedeutende Winter- und Dauersorte für Frischverzehr und alle häuslichen Vewertungsarten (beliebt als Kuchenapfel), etwas schorfanfällig, sonst bis auf spätfrostempfindliche Blüte robust, bevorzugt feuchte Böden.

 

‘Brettacher’               H, h, B

Zufallssämling aus Brettach, Kreis Heilbronn, 1908 entdeckt. Wuchs stark, breit. Frucht groß bis sehr groß, flach, breitrund, gelbrün, hell- bis flächig braunrot, wachsig. Fleisch grünlichweiß, sehr saftig, mürbe, schwach säurlich, erfrischend, wenig aromatisch. Ernte Mitte-Ende Oktober, Genußreife Januar-März(-Mai). Ertrag in günstigen Lagen hoch, regelmäßig.

Robuster, wenig krankheitsanfälliger und frostharter Wirtschafts-, Koch- und Backapfel, Winter-Tafelapfel, vor allem für ländliche Gärten und Landschaftsobstbau, gut lagerfähig.

 

‘Cox Orange’             (H), h, B

Aus Samen von ‘Ribston Pepping’ enstanden, England, um 1825. Wuchs mittelstark, dünntriebig. Frucht klein bis mittelgroß, rund, am Kelch und Stiel berostet, grüngelb, sonnenseits streifig bis flächig rot. Fleisch gelb, knackig, saftig, süß-aromatisch, mit sehr edlem Aroma. Ernte Ende September bis Mitte Oktober, Genußreife Oktober-März. Ertrag früh einsetzend, doch nur mittelhoch, wechselnd.

Hochempfindlicher, krankheitsanfälliger Herbst- und Winter-Tafelapfel der Spitzenklasse für Frischverzehr und häuslicher Verarbeitung, nur für beste Lagen und intensive Pflege.

 

‘Französische (Gold-)Renette’                                H, h, B

Wuchs mittelstark. Frucht klein (bis mittelgroß), abgestumpft rundlich, gleichmäßig, Schale glatt, etwas fettig, grünlichgelb bis goldgelb, sonnenseits gerötet, gepunktet und manchmal etwas berostet. Fleisch gelblichweiß, saftig, mit wenig Säure und augeglichenem Zuckergehalt, fein aromatisch. Ernte Mitte Oktober, Genußreife Ende Dezember bis März. Ertrag früh einsetzend, hoch.

Guter Tafelapfel, wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge, bei schlechten Böden und ungenügender Ernährung kleinfrüchtig bleibend, auch regelmäßiger Schnitt nötig.

 

‘Gewürzluiken’                     H, h, B

Wahrscheinlich Zufallssämling aus Württemberg. Wuchs stark, gut garniert, Krone breit und hoch. Frucht mittel bis groß, flachrund, gelblich, mit lebhaft roter Marmorierung und Streifung. Fleisch grünlichweiß, fest, saftig, frisch säuerlich. Ernte Mitte-Ende Oktober, Genußreife Dezember bis März. Ertrag hoch bis sehr hoch, regelmäßig.

Mehr Wirtschafts- als Winter-Tafelapfel, vorzüglich zur Verarbeitung (v.a. Saft), ideal für ländliche Gärten und Landschaft, schorfanfällig und wenig frosthart, ansonsten anspruchslos.

 

‘Glockenapfel’ (Weißer Winterglockenapfel)              H, h, B

Herkunft unbekannt. Wuchs stark, später mittelstark, steil. Frucht mittel bis groß, glockenförmig hochgebaut, grünlichweiß bis gelb, sonnenseits mit rötlichem Anflug. Fleisch fest, saftig, erfrischend säuerlich, ohne ausgeprägtes Aroma. Ernte Mitte Oktober, Genußreife Janaur April(-Juni). Ertrag hoch und regelmäßig.

Lang lagerfähige Dauersorte für Frischverzehr im Spätwinter und Frühjahr, auch für Verarbeitung (Mus), robust, jedoch schorf- und krebsanfällig.

 

‘Gloster’                     H, h, B

Kreuzung ‘Glockenapfel x ‘Richared Delicoius’, Jork, 1951. Wuchs stark, aufrecht. Frucht mittelgroß bis sehr groß, glockenförmig, grüne Grundfärbung mit flächiger, dunkelroter Deckfarbe. Fleisch grünlichweiß, weich, schwach süß-säuerlich, saftig. Ernte Mitte-Ende Oktober, Genußreife von November bis Februar. Ertrag hoch und regelmäßig.

Winter-Tafelapfel, vor allem zum Frischverzehr, kaum Anbauprobleme, anfällig für Schorf und Krebs, wenig für Mehltau.

 

‘Golden Delicious’ (‘Gelber Köstlicher’)                    (H), h, B

Zufallssämling, USA, um 1880. Wuchs schwach bis mittelstark. Frucht mittelgroß, hochgebaut, grüngelbe Grundfarbe, hell gelborange behaucht, zahlreiche Lentizellen, oft etwas berostet. Fleisch gelblich, knackig, saftig, harmonisch süß-edelaromatisch. Ernte Anfang -Ende Oktober, Genußreife Oktober-Februar (kühl gelagert bis März-April). Ertrag hoch und regelmäßig.

Bekannter guter Winter-Tafelapfel für Frischverzehr und Verarbeitung, wenig mehltau-, doch sehr schorfanfällig, erfordert warme Lagen und gute Pflege.

 

‘Goldparmäne’                       H, h, B

Zufallssämling aus Frankreich, vor 1700. Wuchs mittelstark, steil. Frucht klein bis mittelgroß, hoch gebaut, grüngelb, orange bis braunrot gestreift. Fleisch gelblich, fest, saftig, mit feiner Säure und nußartigem Aroma. Ernte Mitte September bis Anfang Oktober, Genußreife Oktober bis Dezember(-Februar). Ertrag mittelhoch, alternierend.

Beliebte Herbst und Wintersorte, vor allem für Frischverzehr und alle häuslichen Verarbeitungsarten, wärmeliebend, anfällig für Schorf, Mehltau und Blutlaus, stark für Krebs.

 

‘Gravensteiner’                     H, h, B

Alte Sorte, Herkunft ungewiß, benannt nach Schloß Grafenstein in Nordschlesiwg, DK. Wuchs sehr stark, zuerst steil. Frucht mittel bis groß, breitkugelig, gelbgrün, sonnenseits karminrot geflammt, duftend. Fleisch weiß, sehr saftig, mit einzigartigem, edelstem Aroma. Ernte Ende August bis Mitte September, Genußreif sofort bis Oktober. Ertrag mittelhoch, alternierend.

Spitzen-Sommertafelapfel für den Hausgarten für Frischverzehr und Mus, nicht für trockene Böden, frostempfindlich, anfällig für Schorf, Mehltau, Krebs und viröse Flachästigkeit.

 

‘Hauxapfel’                H, h

Sämling von ‘Roter Trierer Weinapfel’, um 1920 in Württemberg gefunden. Wuchs stark und steil, später breit. Frucht groß, bauchig und flach, gelblich grün, rot geflammt bis streifig. Fleisch weiß, mäßig saftig, süßsäuerlich. Ernte Mitte-Ende Oktober, Verwertung November bis März. Ertrag früh, hoch und regelmäßig.

Hervorragende Mostsorte, auch als Back-, Mus- und Kochapfel geeignet, mäßig schorfanfällig, sonst robust.

 

‘Idared’                      H, h, B

Kreuzung ‘Jonathan’ x ‘Wagnerapfel’, USA, um 1930. Wuchs schwach bis mittel, gut verzweigt. Frucht mittel bis groß, kugelig-abgeplattet, grüngelbe, glatte Schale, sonnenseits flächig hell- bis dunkelrot. Fleisch weißlich, fest, saftig, frisch säuerlich, mäßig süß. Ernte Ende Oktober, Genußreife Februar-Mai. Ertrag früh, hoch, fast regelmäßig.

Gut lagerfähige Winter- und Dauersorte mit ansprechender Frucht, für Frischverzehr und häusliche Verarbeitung, braucht warmen Standort, bis auf Mehltau (Bekämpfung meist erforderlich) robust.

 

‘Jakob Fischer’                     H. h, B

Zufallssämling aus Süddeutschland. Wuchs stark, breit pyramidal, guter, frostharter Stammbildner. Frucht groß bis sehr groß, breitrund, goldgelb, sonnenseits oft verwaschen leuchtend rot, duftend. Fleisch weißgelblich, lockerzellig, saftig, angenehm süßsäuerlich, später mehlig. Ernte Anfang bis Mitte September, Genußreife September-Oktober(-November). Ertrag mittel bis hoch.

Robuster Sommer- und Herbstapfel für Frischverzehr und Verwertung, kaum lagerfähig, schorfanfällig, bewährt für trockenere, wärmere, auch höhere Lagen.

 

‘James Grieve’                     H, h, B

Sämling von ‘Pott’s Seedling’, gefunden von J. Grieve, Schottland, ab 1880 im Handel. Wuchs schwach bis mittelstark, dicht verzweigt. Frucht mittelgroß, hochrund, mit glatter, später etwas wachsiger, grüngelber, rot gestreifter Schale. Fleisch weiß, locker, saftig, säuerlichsüß, aromatisch. Ernte Ende August bis Anfang September, Genußreife September-Oktober. Ertrag mittel bis hoch.

Guter Sommer und Herbstapfel, für Frischverzehr, häusliche Verarbeitung (Mus) und Saft, am besten auf nährstoffreichen, nicht zu trockenen Böden, anfällig für Krebs, Schorf, Blatt- und Blutläuse.

 

‘Jonagold’                  (H), h, B

Kreuzung ‘Golden Delicious’ x ‘Jonathan’, USA, 1943. Wuchs mittelstark, locker. Frucht groß bis sehr groß, hoch gebaut, grüngelblich, sonnenseits streifig bis flächig karminrot, Schale Wachsig. Fleisch cremegelb, fest, saftig, harmonisch süß-aromatisch, mit milder Säure. Ernte Anfang bis Mitte Oktober, Genußreife Oktober bis Januar(-März). Ertrag hoch, kaum alternierend, Qualitätsfrüchte nur bei guter Belichtung.

Sehr guter Herbst- und Winterapfel, als hochwertige Tafelsorte vorrangig für Frischverzehr und häusliche Verarbeitung, anspruchsvoll an Pflegemaßnahmen und Standort, anfällig für Krebs und Schorf, weniger für Mehltau.

 

‘Kaiser Wilhelm’                   H, h

Vermutlich Sämling von ‘Harberts Renette’, 1864 in Witzhelden gefunden. Wuchs stark, aufrecht, gut verzweigt. Frucht mittel bis groß, grüngelb, vor allem sonnenseits streifig bis flächig rot. Fleisch weißgrün, säuerlich-süß, saftig, schwach aromatisch. Ernte Anfang bis Mitte Oktober, Genußreife Ende November bis April. Ertrag spät einsetzend, mittel bis hoch, neigt zu Alternanz.

Robuste und unempfindliche Herbst- und Wintersorte, als Tafel- und Wirtschaftsapfel für Hausgarten und Landschaft, durchlässige Böden bevorzugend, nicht windanfällig.

 

‘Klarapfel’ (Weißer Klarapfel’)                       H, h, B

In Riga, Lettland gefunden, ab 1850 verbreitet. Wuchs mittelstark, steil. Frucht klein bis mittelgroß, hoch gebaut, grün- bis gelblichweiß. Fleisch weiß, locker, saftig, erfrischend feinsäuerlich, bald weich und mehlig. Ernte Ende Juli-Anfang August, Genußreife sofort, nicht lagerfähig. Ertrag mittelhoch, regelmäßig.

Bekannter Sommerapfel, als frühe Sorte für den Hausgarten zum Frischverzehr und für Mus, breit anbaufähig, wenig empfindlich außer gegen Mehltau und Krebs.

 

‘Landsberger’                        H, h

Mitte des 19. Jahrhunderts von Burchardt in Landsberg (Warthe) gezogen. Wuchs stark, später mittelstark, reich verzweigt. Frucht klein bis groß, breitkugelig, gelbgrün bis gelb, gelblichorange bis rötlich behaucht, druckempfindlich. Fleisch gelblichweiß, locker, saftig, mild säuerlichsüß, mit feinem, zarten Aroma. Ernte Mitte Oktober, Genußreife Oktober bis Februar. Ertrag früh, hoch und regelmäßig.

Gute Wintersorte für Selbstversorger, für Frischverzehr und alle häuslichen Verarbeitungsarten, auch für rauhere Gegenden und Windlagen, anfällig für Schorf, Mehltau, Krebs, Blatt- und Blutläuse.

 

‘Mantet’                     (H), h, B

Sämling von ‘Tetowsky’, Kanada, 1928. Wuchs mittelstark, aufrecht. Frucht mittelgroß, hoch gebaut, gelblichgrün, sonnenseits orangerot geflammt bis intensiv rot (Roter Mantet), sehr druckempfindlich. Fleisch gelbweiß, locker, sehr saftig, aromatisch, feine Säure. Ernte Ende Juli-Mitte August, sofort genußreif, kaum lagerfähig. Ertrag spät einsetzend, mittelhoch, Ausdünnung wichtig da Neigung zu Alternanz.

Wohlschmeckender Sommerapfel zum Frischverzehr, anfällig für Mehltau und Krebs.

 

‘Oldenburg’ (‘Geheimrat Dr. Oldenburg’)                  H, h, B

Kreuzung ‘Minister von Hammerstein’ x ‘Baumanns Renette’, 1897 in Geisenheim gezüchtet. Wuchs anfangs mittel bis stark, typisch dicktriebig, später schwächer. Frucht klein bis mittelgroß, gelbgrün bis rötlichgelb, verwaschen oder gestreift dunkelrot. Fleisch gelblichweiß, locker, mild süßsäuerlich. Ernte September, Genußreife September bis Dezember. Ertrag früh und sehr hoch.

Ertragssichere Herbstsorte für Frischverzehr und Mus, auch Wirtschaftsfrucht, ideal für Liebhaber-Anbau, große Anbaubreite, anfällig für Schorf und Mehltau, örtlich für Krebs.

 

‘Ontario’                    H, h, B

Kreuzung ‘Northern Spy’ x ‘Wagenerapfel’, Kanada, 1974. Wuchs mittelstark, wenig verzweigt. Frucht groß bis sehr groß, geflammt bis flächig orangerot, bläulich beduftet, wachsi, druckempfindlich. Fleisch grünweiß, saftig, erfrischend zart säuerlich, wenig Aroma, hoher Vitamin-C-Gehalt. Ernte Mitte bis Ende Oktober, Genußreife(Dezember)Februar-Mai. Ertrag hoch, jedoch alternierend.

Wichtige, auch im Naturlager gut haltbare Dauersorte, daher wertvoll für Selbstversorger, für Frischverzehr, Mus und Saft, breit anbaufähig und robust, in nassen Lagen jedoch krebs-, in trockenen Lagen mehltauanfällig, holzfrostempfindlich.

 

‘Rubinola’ (S)             H, h, B

Kreuzung ‘Prima’ x ‘Rubin’, gezüchtet in Prag (Sortenschutz). Wuchs sehr stark, breit pyramidal, langes, verkahlendes Fruchtholz. Frucht mittelgroß, breitrund, grünlichgelb, zu ¾ mit leuchtend roter, gestreifter bis verwaschender Deckfarbe überzogen. Fleisch gelb, saftig, feinzellig, süß-säuerlich, feinwürzig, sehr guter Geschmack, reich an Vitamin C. Ernte Ende August-Mitte September, Genußreife Mitte September-November. Ertrag spät einsetzend, mittelhoch, regelmäßig.

Schorfresistende Herbstapfelsorte der neuen Generation mit hervorragenem Geschmack, für naturnahen und Streuobstanbau gut geeignet, nicht blütenfrostempfindlich, auch kaum anfällig für Mehltau und andere Schaderreger.

 

‘Sonnenwirtsapfel’                H, h

Alte Sorte aus Backnang, Württemberg, früher oft als Stammbildner verwendet. Wuchs stark, mit sehr großer breitpyramidaler bis kugeliger Krone. Frucht mittelgroß bis groß, hochgebaut, konisch zulaufend, leicht kantig, grünlichgelb sonnenseits flächig mattrot marmoriert. Fleich fest, gelblichweiß, sehr saftig, feinsäuerlich und fruchtig. Ernte Ende September-Anfang Oktober, haltbar bis Dezember. Ertrag mittelhoch bis hoch, regelmäßig.

Wirtschaftsapfel, gut für die häusliche Verwertung geeignet, sehr robust und wiederstandsfähig gegenüber Krankheiten, damit für den Streuobstbau besonders empfehlenswert.

 

‘Topaz’ (S)                 H, h, B

In Prag (Strizovice), Tschechien gezüchtet aus ‘Rubin’ x ‘Vanda’ (Sortenschutz). Wuchs mittelstark, später schwächer, breit aufrecht, gut garniert. Frucht mittelgroß, breit kugelförmig, grünlichgelb, zu ¾ mit orangeroter bis roter, streifiger Deckfarbe, glattschalig. Fleisch weiß, grobzellig, saftig, anfangs fest, nach Lagerung schnell weich, sehr guter Geschmack, guter Vitamin C-Gehalt. Ernte Mitte-Ende September, genußreif ab Mitte Oktober, im Kühllager bis März haltbar. Ertrag früh einsetzend, hoch und regelmäßig.

Schorfresistente (Vf) Tafelapfelsorte der neuen Generation, kaum mehltauanfällig, etwas für mehlige Apfelblattlaus, ideal für den Anbau im Hausgarten, aber auch im ökologischen oder Intensivanbau.

 

‘Winterrambur’ (‘Rheinischer Winterrambur’, ‘Teuringer’)                 H, h

Wahrscheinlich aus Deutschland. Wuchs stark, typisch schirmartig breit. Frucht groß bis sehr groß, plattrund, gerippt, gelbgrün, mit verwaschenem Rot. Fleisch gelblichweiß, nur mäßig saftig, süßlich, wenig säuerlich, stippeanfällig. Ernte Anfang Oktober, Genußreife Dezember bis März. Ertrag spät, dann mittel bis hoch.

Früher bedeutende Wintersorte, heute rückläufig, mehr Wirtschafts- als Tafelapfel, für extensiven Landschaftsobstbau, anfällig für Krebs und Mehltau, örtlich auch für Schorf.

 

‘Zabergäu-Renette’               H, h

Herkunft unsicher, vor 1900 entstanden. Wuchs mittelstark bis stark, breit. Frucht groß bis sehr groß, grüngelb bis gelb, ganzflächig zimtfarben berostet, sonnenseits rot durchsetzt. Fleisch gelblichweiß, mäßig saftig, mild säuerlich, schwach aromatisch. Ernte Mitte bis Ende Oktober, Genußreife Dezember-März. Ertrag mittelhoch, verhältnismäßig regelmäßig.

Lagerfähige Wintersorte für Frischverzehr und alle häuslichen Verarbeitungsarten, früher tragend und milder säuerlich als ‘Boskoop’, anfällig für Krebs und Mehltau.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Baumschule Mayer